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[Innenpolitik] |
[08.03.10] Präsident Lee Myung-bak: Rede an die Nation per Radio und Internet |
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08.03.2010 |
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 Verehrte Mitbürger,
zu Beginn dieses Jahres haben wir die Öffentlichkeit aufgefordert, an einer Online-Initiative teilzunehmen und einen „Brief an den Präsidenten“ zu schreiben. Diese Initiative wurde entwickelt, damit ich den Menschen direkt zuhören und mich ihren Bedürfnissen und Sorgen widmen konnte.
Im Rahmen dieser sechswöchigen Initiative sind mehr als 2000 Briefe auf der Website eingegangen. Viele Menschen haben ihre Probleme in den Bereichen Arbeit und Bildung beschrieben und über andere existenzielle Themen berichtet. Als ich diese herzzerreißenden Darstellungen las, war ich tief betroffen. Ich war erfreut, von Menschen zu hören, die trotz einer schwierigen Lebenssituation ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht haben. Ich verspreche noch einmal, dass meine Regierung ihre Bemühungen verdoppeln wird, um sich um diejenigen zu kümmern, die unserer Hilfe bedürfen.
Wir leben heute in einer Zeit, die eine Vorbereitung auf neue Herausforderungen in späteren Lebensphasen und lebenslanges Lernen erfordert. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Regierung fortfährt, die entsprechenden Bestimmungen und Dienstleistungen zu verbessern, um diejenigen zu entlasten, die sich neben ihrer Arbeit fortbilden. Wir werden die Ausbildungsmöglichkeiten ausweiten und mit den Geldern der Arbeitslosenversicherung jenen Beschäftigten helfen, ihre berufsspezifischen Fähigkeiten auszubilden.
Darüber hinaus sind die Universitäten mit dem im Mai 2009 in Kraft getretenen Sonderpädagogik-Gesetz für behinderte Menschen verpflichtet worden, ein Hilfszentrum einzurichten, um physisch und geistig Behinderten die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. Heute besteht ein entsprechendes Hilfsprogramm an über 200 Universitäten, von dem 4000 Hochschulstudenten mit Behinderungen profitieren. Dieses System wird weiter ausgeweitet.
Die Regierung wird sich zudem dafür einsetzen, die Diskriminierung gegenüber nicht regelmäßig Beschäftigten, Zeit- und Vertragsarbeitern zu minimieren und ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Die beste Möglichkeit besteht darin, möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen. Darüber hinaus werden angemessene Arbeitsplätze dringend benötigt.
Die Republik Korea hat die globale Finanzkrise im letzten Jahr weltweit in kürzester Zeit überwunden. Dennoch scheint es so, dass die Wende für einkommensschwache Familien noch nicht spürbar ist. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist die beste Sozialfürsorgepolitik, die es gibt. Dieses Jahr werde ich all meine Energien in die Schaffung von Arbeitsplätzen investieren.
Korea wurde zum Vorsitzenden des G20-Gipfels und schließlich zum Gastgeber dieses [im November stattfindenden] Gipfels [in Seoul] gewählt. Ein weiterer historischer Moment bestand in der Unterzeichnung des Vertrages mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über den Bau eines Atomkraftwerks in Höhe von 47 Milliarden Won.
Schauen Sie sich die hervorragenden Leistungen unseres Nationalteams bei den jüngsten Olympischen Winterspielen an. Sehen Sie diese Besonderheiten unsers Landes? Dieser Tage höre ich die Leute oft sagen: „Korea ist bereit, einen höheren Wohlstand zu erlangen“ oder „Ich sehe viele hoffnungsvolle Zeichen für dieses Land.“
Das Land hat in der Vergangenheit Möglichkeiten geschaffen, die Krise zu überwinden. Wir können gewiss ein größeres Korea schaffen, wenn wir jetzt, da wir auf der Welle guter Omen schwimmen, unsere Kräfte bündeln.
Vielen Dank.
* Auszug aus der Pressemitteilung vom 8. März, Präsidialamt Cheong Wa Dae
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